Profil

Übersicht
  1. Unsere Schule stellt sich vor
  2. Die Fortschreibung des Schulprogramms – Analyse der Partner
  3. Präambel der Haingarten Grundschule
  4. Unser Leitbild
  5. Was bedeutet diese Vision für unseren Schulalltag
  6. Projekt- und Prozessstrukturen
  7. Struktur der Handlungsfelder – Zielausrichtung
  8. Evaluation als Qualitätssicherungsinstrument

Unsere Schule stellt sich vor

Die Haingarten-Schule Bruchköbel liegt in einem ruhigen Wohngebiet mitten in einer großen Grünfläche, benachbart zum Stadtwald und doch zentral in der Nähe des alten Stadtkerns.

Das Einzugsgebiet umfasst neben der Kernstadt auch die Stadtteile Ober- und Niederissigheim sowie den Stadtteil Butterstadt. Die Stadt Bruchköbel zeichnet sich durch seine geografische Sandwichlage aus, d.h. im Süden grenzt sie an die Stadt Hanau mit seiner entsprechenden schulischen Infrastruktur; ihre nördlichen Gebiete sind als eher ländlich zu bezeichnen. Die sozioökonomische Struktur des Einzugsgebietes der Haingarten Schule ist heterogen und durch einen soliden Mittelstand geprägt. Der Siedlungscharakter mit Neubaugebieten und einer Kernaltstadt prägen das kleinstädtische Gesamtbild. In den vergangenen zwei Jahren wurden zwei Neubaugebiete erschlossen, die das Segment junge Kleinfamilie ansprechen soll. In den nächsten Jahren erwarten wir daher steigende Schülerzahlen aus diesen Wohngebieten.

In den letzten Jahren hat der Anteil Alleinerziehender Mütter im MKK deutlich zugenommen, ein Trend, der auch in Bruchköbel zu beobachten ist. Entsprechend sind die Betreuungsangebote erweitert und ausgebaut worden.

Die Haingarten-Schule ist die größte Grundschule des Main-Kinzig-Kreises mit Zurzeit  406 Schülerinnen und Schülern, die zurzeit von 26 Lehrkräften in 18  Klassen unterrichtet werden. Etwa ein Drittel der Kinder werden mit einer Schulbuslinie täglich zur Schule gebracht und wieder abgeholt.

Der Anteil der ausländischen Kinder beträgt ca. 10%. Die Eltern arbeiten mit der Schule kooperativ zusammen, und die Kinder sind in der Schulgemeinde sehr gut integriert.

Der Haingarten-Schule ist seit 1974 eine Vorklasse mit ca. 15 Kindern angegliedert, ebenso Sprachheilunterricht und ein Vorlaufkurs, der von zwei Kolleginnen geleitet wird. Seit dem Schuljahr 2004/05 gibt es zwei Integrativklassen mit Gemeinsamen Unterricht an unserer Schule. Ziel dieser Klasse ist die wohnortnahe Integration förderbedürftiger Kinder, so dass diese Freundschaften aufbauen und festigen können. Die Integrationskinder in diesen Klassen werden nach individuellen Förderplänen unterrichtet. Sie erhalten entsprechende Förderangebote und werden durch eine zusätzliche sonderpädagogische Lehrkraft im Team unterrichtet. Die übrige Klassengemeinschaft wird nach den Vorgaben des Hessischen Bildungsplans unterrichtet.

Seit 1993 gibt es an der Schule den Verein „Freunde und Förderer der Haingarten-Schule e.V.“ Er unterstützt die Schule tatkräftig durch Ideen, Materialspenden, finanzielle Zuwendung und Arbeitskraft. So konnten mit seiner Hilfe in den vergangenen Jahren u.a. Pausenkisten für alle Klassen, Spielgeräte auf den Schulhöfen, eine Beschallungsanlage, Lesekisten für jede Klasse und Musikinstrumente und viele andere tolle Geräte angeschafft werden.

Seit 1996 existiert der Elternverein “Orkalanda“, der die Betreuung von z.Zt. 31 Kindern im alten Schulgebäude der Haingarten-Schule mit Kostenbeteiligung der Eltern ermöglicht. Hier werden nach Anmeldung Kinder aus allen Jahrgängen (Vorklasse, Klasse 1-4) in der Zeit von 7.30-  14.00 Uhr (Gruppe I) und 7.30 -16.30 Uhr (Gruppe 2) betreut.

Die Schulanlage besteht aus dem im 1900 erbauten alten Schulgebäude, drei Pavillonreihen für die erste und zweite Jahrgangsstufe sowie der Vorklasse und einem eingeschossigen Gebäudekomplex für den dritten und vierten Jahrgang. Das zentral gelegene Verwaltungsgebäude verfügt über eine Aula. Zur Schule gehört auch eine Turnhalle, zwei Schulhöfe mit Allwettertartanspielflächen und weiten bewegungsfreundlichen Grünflächen. Im Jahr 2005 wurde neben den Tartanspielfeldern auch eine Laufbahn mit sich anschließender Sprunggrube fertig gestellt, so dass für den Bereich der Leichtathletik optimale Trainingsmöglichkeiten bestehen. Durch einen Wasserschaden am Dach der schuleigenen Sporthalle wurde eine Gesamtrenovierung vorgenommen, so dass auch im Indoorbereich von guten Trainingsmöglichkeiten gesprochen werden kann, wenn wir nach den Osterferien 2006 endlich auch einen Schallschutz haben werden.

Durch den im Jahr 2001 begonnenen Bau einer Schule für Praktisch Bildbare haben wir einen wertvollen neuen Kooperationspartner gewonnen. Die räumliche Nähe zu unserer Nachbarschule ist in Deutschland eher eine Besonderheit.

Im Mai 2001 ist die ehemalige Grundschule Bruchköbel-Süd in Haingarten-Schule Bruchköbel umbenannt worden. Der Name leitet sich aus dem alten Flurnamen „ In den Haingärten“ ab und ist von der Schulgemeinde ausgewählt worden. Somit ist die Zeit der Funktionsbezeichnungen (1900 Volksschule Bruchköbel, 1963 Mittelpunktschule Bruchköbel, 1973 Grundschule Bruchköbel-Süd) unserer Schule beendet worden, und sie erhält eine eigene Individualität.

Die Fortschreibung des Schulprogramms – Analyse der Partner

Die Haingartenschule will mit der Weiterarbeit am Schulprogramm Schwerpunkte formulieren, die richtungsweisend für die zukünftige Entwicklung unserer Schule sind. Dabei wollen wir mit Hilfe des Schulprogramms als Organisationsinstrument unsere eigenen Stärken konkretisieren und weiter entwickeln und neue Bereiche in unsere Entwicklung einbinden. Unser Schulprogramm ist verbindlich für Lehrkräfte, Eltern und alle am Schulleben Beteiligten. Neu hinzukommende Lehrkräfte können sich schnell über Leitideen und das Schulprofil informieren. Sie haben die Möglichkeit, sich schneller innerhalb des komplexen Arbeitsbereiches zu orientieren und können sich so problemloser einfinden. Interessierte Eltern erfahren, was die Schule ausmacht und welche Ziele sie sich gesetzt hat.

Die Weiterentwicklung soll primär aus den Bedürfnissen der Personen wachsen, die zur Organisation Schule gehören (Schulleitung, Lehrer, Schüler und Eltern). Sowohl die Schulleitung, als auch die Lehrer und Eltern haben an der Arbeit zum Schulprogramm und somit unserer Schulweiterentwicklung teilgenommen. Die Schüler waren in der Erstellungsphase des Schulprogramms noch nicht integriert. Mittlerweile ist ein Schülerparlament der Jahrgänge 2-4 an der Schule etabliert worden und hat mit seiner Arbeit begonnen. In den kommenden Schuljahren werden wir den Schülern ein offizielles Mitspracherecht zur Schulentwicklung einräumen. In der Diskussion der letzten Monate ergaben sich innerhalb der Steuerungsgruppe interessante Ansätze, den Kreis der Partnersysteme zu erweitern. Folgende Erwartungsträger werden in der Fortschreibung der Schulprogramme künftig stärker eingebunden werden:

  • Die Ebene der Staatlichen Schulaufsicht / Hier besteht bereits der zyklische Modus der externen Evaluation – „Standortbestimmung“ => Ziel müsste aber sein, das Schulprogramm als Diskussionsgrundlage für die Ausrichtung der strategischen Zielplanung zu nutzen, um dadurch eine transparentere und effektivere Ressourcenplanungen zu erreichen.
  • Die Ebene des Schulträgers ist in der Zielausrichtung des Schulprogramms bislang überhaupt nicht berücksichtigt und gehört worden. Da der Schulträger aber für die gesamte räumliche und sächliche Ausstattung der Schule verantwortlich ist, muss auf Grundlage des Schulprogramms Transparenz geschaffen werden. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der Diskussionsgrundlage für die Ressourcenvergabe.
  • Die Ebene der Kommune – Im Rahmen der Öffnung der Schule besteht eine enge Vernetzung mit der Magistratsebene der Stadt Bruchköbel. Bereiche wie die Betreuungssituation an der Schule, die Vernetzung mit den örtlichen Kindergärten im Hinblick auf inhaltliche Synchronisation, Mittelzuweisungen, Sponsoring etc. werden in der Fortschreibung des Schulprogramms stärkere Berücksichtigung finden müssen.
  • Die Ebene der Sponsoren – Hier muss der Rechtsrahmen der Einflussnahme durch Sponsoren dringend geklärt werden, dennoch wird dieser Bereich im Rahmen sich stetig verknappender Ressourcen künftig immens an Bedeutung gewinnen.
  • Die Ebene der Kooperationsschule des Bundes, mit denen wir künftig zusammen arbeiten werden.

Präambel der Haingarten Grundschule

Wir sind ein Garten, in dem alle Pflanzen – wie unterschiedlich sie auch sein mögen – den Dünger und die Pflege bekommen, die sie brauchen.

D.h. wir – die HGS – sind ein großer, bunter Garten. Hierher kommen lauter kleine, zarte Pflänzchen, denen man oft noch gar nicht ansieht, was aus ihnen einmal werden wird. Aber wir wissen: in jeder steckt eine ganz spezielle Anlage, die es zu erkennen und zu fördern gilt.

Wir bemühen uns, den richtigen Dünger zum richtigen Zeitpunkt zu geben, den Boden mit den passenden Werkzeugen zu bereiten, so dass die Pflanzen was sie brauchen auch aufnehmen können.

Wir wollen die sich entwickelnde Pflanze nicht strikt beschneiden, sondern sie gezielt lenken und dort stützen, wo es nötig ist.

Wir wollen keinen Einheitsgarten, sondern uns an der Vielfalt freuen und sie genießen. Wenn unsere Pflänzchen die Gartenschule verlassen, sollen sie stark genug sein, auch einmal eine Trockenperiode oder ein schlimmes Unwetter zu überstehen.

Daran arbeiten wir gemeinsam mit denen, die uns ihre Pflänzchen vorübergehend anvertraut haben.

Wir streben also an ein Ort zu werden, an dem alle willkommen sind, die Eltern, die Lehrenden, wie die Lernenden in ihrer Individualität angenommen werden, die persönliche Eigenart eines jeden in der Gestaltung von Schule ihren Platz findet.

  • an dem Zeit gegeben wird zum Wachsen,
  • an dem gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt voreinander gepflegt werden
  • dessen Räume durch die sächliche Einrichtung und Ausgestaltung einladen länger zu bleiben und zu verweilen
  • an dem Umwege und Fehler erlaubt sind und geeignete Mittel zur Verfügung stehen um eine gute Hilfe Leisten zu können
  • wo intensiv gearbeitet wird und die Freude am eigenen Lernen wachsen kann
  • der Angebote bereithält, die zur selbsttätigen Auseinandersetzung locken
  • an dem Lernen vielleicht einmal ansteckend wird.
  • Oder um es mit H.v. Hentig pointiert zu sagen: „Ein Ort zu werden, der den Menschen stärkt und die Sachen klärt.“

Unser Leitbild

Das Leitbild der Haingarten Grundschule basiert auf dem Hessischen Schulgesetz und den Vorgaben durch den Bildungsplan, bzw. den Bildungsstandards. Es bildet die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung in unserer Schule.

Puzzle

Das Leben verstehen wir als das die anderen drei Ideen umschließende Grundprinzip.

Unsere Schule soll positive Selbstwerterfahrungen als notwendige Voraussetzungen eines guten Zusammenlebens ermöglichen:

Um in unserer Schule zu LEBEN, LERNEN und sich DEMOKRATISCH zu verhalten, müssen wir Schule, alle Beteiligten und vor allem uns selbst POSITIV wahrnehmen.

Dies gelingt nur, wenn auch Schule Raum für POSITIVE SELBSTERFAHRUNG schafft.

Auch das demokratische Verhalten sehen wir als ein unverzichtbares Element unseres Schullebens. Als Basis hiefür sehen wir:

Wir wollen friedlich und human miteinander umgehen, indem wir mit einem sicheren Selbstwertgefühl durch gewaltfreies Agieren Konflikte lösen. Das setzt die Fähigkeit der Selbstkritik voraus.

Das Lernen ist das zentrale Leitmotiv aus unserem Leitsatz „In unserem bunten Garten für das Leben Lernen“. Wir verstehen Lernen als:

Wissen in sozialen, moralischen und in unseren individuellen Bereichen, nach unseren eigenen Möglichkeiten erwerben. Hierfür wollen wir verschiedene Lehr- und Lerntechniken nutzen, um unser eigenes Können zu steigern und Fortschritte in allen Bereichen des Lernens zu erzielen.

Die oben genannten Leitgedanken sollen uns bei unserer Ausrichtung helfen. In ihrer Summe beschreiben sie unsere Vision. Die Vision wird uns anspornen, unsere Schulwirklichkeit ihr anzugleichen.

Das Leitbild zeichnet ein zukunftsgerichtetes Idealbild der Schule. In ihm werden Visionen, Werte und Grundsätze festgeschrieben, die Grundlage für das Zusammenleben aller am Schulleben Beteiligter Personen sein soll. Aus dem Leitbild werden periodisch inhaltliche Schwerpunkte ausgewählt, Meilensteine definiert, umgesetzt und überprüft. Zu diesen werden erreichbare Ziele definiert, die uns anspornen sollen.  

Was bedeutet diese Vision für unseren Schulalltag

Wir haben in unserer Präambel den Garten als Sinnbild des Lebens und des Lernens gewählt. In dem Bild des Gartens sind die beiden Pole Natur und Kultur vereint. Natur verstehen wir als die Gegebene, sich aus einer inneren Gesetzmäßigkeit entwickelnde, Kultur als das Veredelnde, die Gesetzmäßigkeit unterstützende. Leben und Lernen sollen die zentralen Leitbilder unseres Schulprogramms ausmachen und der Zusatz „bunt“ soll uns ein Symbol für die Einzigartigkeit eines jeden im Lernen und Leben sein. Im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen steht das Kind.

Wir wollen eine „lernende Schule“ oder um im Bild zu bleiben ein Garten des Lernens werden. Unseren Lerngarten wollen wir nicht auf den Bereich des Unterrichts beschränken, sondern wollen ihn ausweiten auf alle die, die mit uns am Lernen und Leben beteiligt sind.

Die Kinder, die Eltern, die Lehrer und diejenigen, mit denen wir in einer systemischen Beziehung stehen.

Wir sind uns der in der folgenden Abbildung aufgezeigten verschiedenen Einflüsse auf die Entwicklung unserer Schule bewusst. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass nur eine ausgewogene symmetrische Verteilung der Interessen und Kräfte letztendlich zu einem guten Erfolg führen können.

Damit wir alle unsere Ziele umsetzen können, brauchen wir Zeit, Zeit uns dem Ideal in Teilschritten anzunähern. Einen Plan, damit wir uns in der Vielzahl der Zielsetzungen nicht verzetteln und damit wir auch wissen, wann der rechte Zeitpunkt für die Umsetzung gekommen ist. Ferner benötigen wir grundlegende Bezugspunkte an denen wir unser Tun und Handel stets ausrichten und überprüfen können. Die von uns gewählten Leitgedanken die positive Selbstwerterfahrung, das demokratische Verhalten, das Lernen und schließlich das Leben sollen die Verbundenheit des Einzelnen zu einem ganzen dokumentieren. Die Summe ist mehr als die Addition der Einzelteile.  

Projekt- und Prozessstrukturen

Projekt- und ProzessstrukturenStand 2002

Mittlerweile hat die Haingartenschule mehrere große interne Evaluationszyklen durchlaufen. Sowohl Elternsichtweise als auch Kollegiumssichtweise wurden durch differenzierte Fragebögen evaluiert. Im Evaluationsprozess stellte die Steuerungsgruppe drei wesentliche Kritikpunkte für die Arbeit am Schulprogramm fest:

1. Die Überfrachtung durch eine zu große Anzahl von Teilprojekten.

2. Eine zum Teil ungleiche Arbeitsbelastung in den einzelnen Projektgruppen.

3. Ein Mangel an Nachhaltigkeit.

Die Folgen für das Schulprogramm der HGS waren eine tief greifende Neuausrichtung im Gesamtprogramm. Nachhaltigkeit wird oberste Maxime für die künftige Arbeit am Schulprogramm. Durch Nachhaltigkeit erreichen wir:

  1. eine Verbesserung der Gesamtqualität
  2. eine Optimierung aller schulischer Ressourcen
  3. eine Überprüfbarkeit, die subjektiv oder/ und objektiv sein kann
  4. Zielorientiertheit/ Zielklarheit
  5. Langfristigkeit
  6. Verbindlichkeit
  7. Positive Identifikation
  8. Herausforderung
  9. Letztendlich eine höhere Arbeitszufriedenheit

Dadurch kommt es zu personellen Verschiebungen innerhalb der einzelnen Projektbereiche. Die erreichten Bündelungen personeller und zeitlicher Ressourcen führten in Anlehnung der ministerialen Termini zur Festlegung von 4 zentralen Meilensteinen in der Fortschreibung der Schulprogrammarbeit. Diese lauten:

  1. Schuleigene Lesekonzeption
  2. Schuleigene Rechtschreibkonzeption
  3. Konzept zur Umsetzung problemorientierten Mathematikunterrichts
  4. Erweiterung der Methodenkompetenz im Lehren und Lernen

Ein Großteil der bislang bestehenden Teilprojekte bleibt in seiner Ausrichtung bestehen, wird künftig aber nur „auf Sparflamme“ weiterentwickelt. Aus dem oben gesagten ergibt sich folgende Neustruktur in der Projektausrichtung:

Abbildung fehlt

Aus den oben beschriebenen Projektfeldern (Stand 2002) hatten wir damals folgende Handlungsfelder abgeleitet.

  1. Das Fördern
  2. Das Lernen
  3. Die Öffnung unserer Schule
  4. Die Kultur
  5. Das Schulklima

Auch die Handlungsfelder aus dem Jahr 2002 sind durch die schulinternen Evaluationen einem Transformationsprozess unterworfen, dem Ziel der Nachhaltigkeit entsprechend verändert und durch neue Arbeitsfelder erweitert und konkretisiert worden.

Struktur der Handlungsfelder – Zielausrichtung

Wie oben bereits beschrieben, hat sich das gesamte Kollegium für die kommenden 5 Schuljahre den vier Meilensteinen zugeordnet. Hier gilt es Qualitätsstandards zu generieren und verbindliche Strukturen für die Arbeit an der Schule zu schaffen. Darüber hinaus bestehen Teilverantwortlichkeiten in den einzelnen Teilprojekten, die je nach Bedarf besonderer Personalressourcen bedürfen. Die Steuerungsgruppe wird in der Prozessbegleitung weiterhin als ein Unterstützungs- und Beratungssystem arbeiten. Ziel ist aber die Autonomie innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen. Damit die Prozessstrukturen effizient umgesetzt werden können, haben wir durch das Staatliche Schulamt zahlreiche Handreichungen und Fortbildungen erhalten, die hilfreich sind, diesen neuen Prozess zu unterstützen und zu begleiten. Dennoch wird es unerlässlich sein, die Projektleitungen und Steuerungsgruppenmitglieder im Bereich Projektmanagement zu qualifizieren.

I Schulkultur II Fördern III Lehren + Lernen IV Professionalisierung V Entwicklungsziele und Strategien
       
1.1 Feste/Feiern im Jahreskreis1.2 Christlicher Festzyklus 1. MeilensteinLesekonzeption

Feb. 2006

Weiterentwicklung beruflicher Kompetenz
  • 1.0 Schulinterner Fortbildungsplan
  • 1.1 Fortbildungs-portfolios
  • 1.2 Jahresgespräche
1.0 Schulprogramm
  • Analyse der Bedingungsfaktoren
  • Vision
  • Leitziele
2 Gewaltprävention2.1 Soziales Lernen

2.2 Schulordnung

2. MeilensteinRechtschreibkonzeption

Juli 2006

Kooperationenim Kollegium
  • 2.0 Fachlich-didaktischer Austausch
  • 2.1 Teamarbeit/ Jahrgangsteams
  • 2.2 Kommunikation
2.0 Entwicklungsschwerpunkte
  • Meilensteine
  • Konzepte sichten
  • Verantwortlichkeiten klären
  • Umsetzungsstrategien
  • Zeitplan
3. Selbstverständnis Grundüberzeugungen3.1 Erziehungs-vereinbarungen 3. MeilensteinProblemorientierter

Mathematikunterricht

Juli 2006

Innovations-Bereitschaft
  • 3.0 Schulinterne Lehrerfortbildung
  • 3.1 Beteiligung an Schulentwicklungs-vorhaben
3.0 Selbstevaluation Ergebnisse der Unterrichts- und Erziehungsarbeit sichern
4. Gesundheitsförderung
  • 4.1 Aktive Pause
  • 4.2 Bewegtes Klassenzimmer
  • 4.3 Schulhofgestaltung
  • 4.4 Zahnhygiene
  • 4.5 Ernährung
4. MeilensteinMethodenpflege im Lehren

und Lernen Juli 2006

  • Stimmigkeit von Zielen, Inhalten und Methoden
  4.0 Fremdevaluation
  • Schulinspektion/ IQ
  • Vergleichsarbeiten
  • Critical Friends
  • SSA Zielvereinbarungen
5 .Schülerparlament – SV      
6. Kooperation nach Außen
  • 6.1 Eltern
  • 6.2 Kommune
  • 6.3 Nachbarschulen
  • 6.4 Weiterführende Schulen
  • 6.5 KiGa
  • 6.6 Förderverein
  • 6.7 BFZ
  • 5.0 Hoch-begabung
  • 5.1 Förderplanung
  • 5.2 Vorlaufkurs
  • 5.3 Sprachheil-unterricht
  • 5.4 Vorklasse
  • 5.5 Hausaufgaben-betreuung
  • 5.6 Mannheimer LRS-Konzept
  • 5.7 Dyskalkulie
     
7. AG Bereich
  • Sport
  • TAG
  • Forschung
  • MiniARTour
       
BEP 0-10    

Ziel aller oben genannten Maßnahmen ist die Erhöhung der Schulzufriedenheit aller primär am Schulsystem beteiligten Personen und damit verbunden eine Verbesserung des gesamten Schulklimas.

Durch die Arbeit in den Meilensteinen werden höhere Leistungen und Kompetenzen zu erwarten sein, was sich positiv auf den Bereich der O-Arbeiten auswirken wird.

Kern aller Bemühungen ist und bleibt das Kind und die Stärkung und ganzheitliche Bildung seiner Gesamtpersönlichkeit.  

Evaluation als Qualitätssicherungsinstrument

Um die schulische und unterrichtliche Weiterentwicklung kontinuierlich voran zu treiben und zu verbessern wollen wir keine einmalige Evaluation, sondern einen fortlaufenden Evaluierungsprozess mit dem Ziel der Qualitätsverbesserung ausbauen und manifestieren. Grundlagen hierfür sind schon in der momentanen Arbeit in unterschiedlichen Teilbereichen der unterrichtlichen und schulischen Arbeit gelegt und sollen innerhalb des Prozesses und der Umstrukturierung der Arbeit an unserem Schulprogramm auch in unseren neuen Schwerpunkten installiert werden, damit wir mit unserer Weiterarbeit auch eine Nachhaltigkeit erreichen.

Evaluation – Das findet statt und hat stattgefunden

Die Evaluation gibt uns eine Rückmeldung darüber, ob wir uns realistisch wahrnehmen. Sie schafft Transparenz für alle und setzt eine Akzeptanz von Veränderungen aller Beteiligten voraus.

Die Evaluation an unserer Haingarten-Schule findet in unterschiedlichen Bereichen, Ebenen und mit unterschiedlichen Evaluationsinstrumenten statt.

Evaluationsinstrumente

  • Auswertung vorhandener Daten

Bei der Auswertung der vorhandenen Daten handelt es sich um die Auswertung von Statistiken, Protokollen, Klassenarbeiten, Zeugnissen, Vergleichsarbeiten, Beobachtungsbögen und Zeitungsartikeln.

  • Kommunikative Rückmeldeverfahren

Zu den kommunikativen Rückmeldeverfahren gehören SV-Sitzungen, Gesamtkonferenzen, pädagogische Konferenzen, Dienstbesprechungen, Fachkonferenzen, Koordination von Jahrgangteams, Treffen der Steuerungsgruppe, Treffen der einzelnen Schulprogramm-gruppen und Schulprogrammkonferenzen.

  • Schriftliche Befragung

Die schriftlichen Verfahren stellen hauptsächlich Tests und Fragebögen dar.

Bereiche und Ebenen

In folgenden Bereichen findet Evaluation an unserer Schule statt:

  • Schüler

Evaluation im Bereich der Schülerschaft findet zu einem großen Teil innerhalb der SV-Sitzungen statt, in denen ist es Vertretern möglich über das gemeinsame Gespräche ihre Meinungen zu äußern, Neuerungen zur Verbesserung zu erarbeiten und dies in die Schüler- Lehrer- und Elternschaft zu tragen.

Auch im täglichen Unterrichts- und Klassengespräch werden mit den Schülern Ist – Zustände an unserer Schule erarbeitet und Möglichkeiten der Weiterentwicklung bezüglich des Sachverhalts überlegt.

Klassenarbeiten, Tests, Vergleichsarbeiten und Zeugnisse evaluieren die Leistungen der Schülerschaft.

  • Eltern

Innerhalb der Elternschaft hat die Steuerungsgruppe mit maßgeblicher Hilfe der Eltern über einen Fragebogen die Wahrnehmung bezüglich des Schulprogramms und die Befindlichkeit an unserer Schule abgefragt. Dies soll in regelmäßiger Wiederkehr stattfinden. Der Fragebogen zur Abfrage muss dem aktuellen Stand angepasst werden und somit auch wiederkehrend mit Eltern überarbeitet werden.

Über die Gesamtkonferenz sind natürlich auch die Eltern an weiteren Evaluationsprozessen unserer Schule beteiligt.

  • Lehrer

Auch bei der Lehrerschaft hat eine Befragung durch Fragebogen zur Befindlichkeit zum Schulprogramm und der daraus resultierenden Arbeitsbelastung stattgefunden. Auch die soll weiterhin in regelmäßigen Abständen, dem entsprechend Ist-Stand angepasst, wiederholt werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zusätzlich zu den Schulprogramm-konferenzen haben maßgeblich zur Umstrukturierung des Arbeitsprozess an unserem Schulprogramm und somit an Schulentwicklung geführt.

In Gesamtkonferenzen, pädagogischen Konferenzen, Dienstbesprechungen, Fach-konferenzen, Koordinationen der Jahrgangsteams, Treffen der einzelnen Schulprogramm-gruppen, und Treffen der Steuerungsgruppen wurde die qualitative Arbeit, im Bezug auf Qualitätssicherung und Nachhaltig wiederkehrend in kommunikativen Rückmeldeverfahren evaluiert.

  • Unterricht

Evaluation im Unterricht findet mit der Schülerschaft auf der kommunikativen Ebene statt. Unterricht wird von Lehrern durch Auswertung von Daten und auch auf der Basis der kommunikativen Rückmelde evaluiert.

Evaluation – Zukunft in unserer Haingartenschule

Durch den Umstrukturierungsprozess an der Arbeit unseres Schulprogramms haben sich neue Evaluierungsfelder in der Schwerpunktsetzung des Schulprogramms ergeben. Die einzelnen Schulprogrammsgruppen müssen im Hinblick auf die Ziele ihrer Arbeit geeignete Evaluationsinstrumente einsetzen. In welcher Art und Weise die neuen Felder evaluiert werden, wird sich in der Weiterarbeit entscheiden.

Die schon eingesetzten Evaluierungsinstrumente werden weiterhin bestand in unserer Arbeit haben und genutzt werden.

Externe Evaluation

Schule muss sich nicht nur intern selbst evaluieren, sondern wird auch extern vom Schulamt, zukünftig vom IQ und wünschenswert auch vom Schulträger (MKK) evaluiert.

  • Evaluation durch das Schulamt

Das Schulamt evaluiert hauptsächlich unserer Haingartenschule durch das Evaluationsinstrument Auswertung vorhandener Daten.

  • Evaluation durch das IQ

Zukünftig wird das IQ die Schulen Hessens evaluieren, indem es Schulinspektoren in die Schulen schickt, die Schule von außen betrachten, analysieren und beurteilen, um im Bezug auf Qualitätssicherung in Schulentwicklung mit einer gewissen Nachhaltigkeit beratend tätig zu sein.

  • Evaluation durch den Schulträger (MKK)

Für unsere Schule wäre es wünschenswert mit dem Träger der Schule enger zusammen zu arbeiten. Sind wir als Schule in der Lage durch unserer Evaluation klar unseren Ist-Stand darzustellen und unsere Ziele klar zu formulieren, so wird es auch für den Träger transparenter sein, wie Schulentwicklung bei uns stattfinden soll und kann diese besser unterstützen, z.B. durch bereitstellen von Fachleuten, finanziellen Mitteln etc..

Übersicht
  1. Unsere Schule stellt sich vor
  2. Die Fortschreibung des Schulprogramms – Analyse der Partner
  3. Präambel der Haingarten Grundschule
  4. Unser Leitbild
  5. Was bedeutet diese Vision für unseren Schulalltag
  6. Projekt- und Prozessstrukturen
  7. Struktur der Handlungsfelder – Zielausrichtung
  8. Evaluation als Qualitätssicherungsinstrument
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